Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Ein kleines Nest namens Waldersbach, welches gerade mal 150 Einwohner zählt und sich hinter den ersten hügeligen Vorläufer der Vogesen versteckt, war Austragungsort der Geburtstagsfeier von Michèle. Dass wir bei passendem Wetter die Anreise in das Elsässische Dörfchen mit einer Fahrradtour kombinieren würden, stand quasi auf der Rückseite der Einladung. Und so starteten, Babette und Urs auf ihrem Tandem, und ich auf meinem Cross-Bike, am Donnerstag, 28. Juli 2018 um 10 Uhr, zur 3-tägigen Veloreise. Es war ein herrlicher Sommermorgen und die Route würde, bis auf eine kleine Überraschung (auf die ich später noch zu sprechen komme), einfach zu bewältigen sein. Unser Weg führte am ersten Tag via Kleinbasel nach Neuenburg(D), dann am Freitag von Neunburg nach Sélestat(F) und in der Schlussetappe von Sélestat nach Waldersbach. Letztere wurde dann, aufgrund der nicht ganz optimalen, aber aber von diversen Bike-Routenplaner vorgeschlagen, Strecke zur erwähnten Überraschung. Der von uns gewählte Aufstieg auf den Col de la Charbonnière war zwar der direkteste und schattigste Weg, mit konstant 20% Steigung und mehr, aber zweifellos auch der härteste. Auch wenn der Aufstieg endlos und der Weg oft unpassierbar schien, die gute Stimmung liessen wir uns zu keinem Zeitpunkt nehmen. Und wie das eisgekühlte Blonde der Brasserie Fischer auf der Passhöhe (960m) nach den zweistündigen Strapazen geschmeckt hat, kann ich an dieser Stelle leider nicht beschreiben. [Bilder]